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TTT: 10 Sachbücher (oder Biografien) die dir gefallen haben – oder mich interessieren würden

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Louise K. Blight: Die Pinguinforscherin (Rezension)

Tief in der eisigen Abgeschiedenheit der Antarktis arbeitet die Naturschutzbiologin Louise Blight in einer kleinen Forschungsstation – umgeben von Schnee, Stille und unzähligen Pinguinen. Zwischen Kälte und Wind und der endlosen Weite beobachtet sie das Verhalten der Tiere: wie sie im Schneetreiben brüten, unbeholfen über das Eis watscheln, wie ihre schwarzen Knopfaugen ruhig in die Welt blicken. Mit feinem Gespür erzählt Blight vom Leben am Rand der Welt: von langen Tagen voller Forschung, unerwarteten Begegnungen und stillen Momenten mit Tieren, die ihr ans Herz gewachsen sind. Ihre Geschichten zeigen, wie tief die Verbindung zwischen Mensch und Natur sein kann – und wie heilend sie wirkt. Weiterlesen

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Tierstudien: De-Koloniale Tiere (Rezension)

Tiere spielen eine zentrale Rolle in der Geschichte des Kolonialismus, sowohl in der historischen Aneignung fremder Gebiete, in Methoden kolonialer Erschließung und Ausbeutung als auch im Export kolonialer ‚Güter‘ in die europäischen Staaten und in der dortigen Darstellung der Kolonialgebiete. Sie tauchen in Reise- und Jagdberichten, Fotografien, Spielfilmen und nicht zuletzt in Zoos auf. Zugleich sind im Zuge des Kolonialismus auch Tiere auf eine vorher nicht gekannte Weise global mobil geworden und in Gegenden gebracht worden oder selbst eingewandert, die ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten fern lagen. Das hat nicht nur zu einer Veränderung der lokalen Fauna geführt, sondern auch zu veränderten sozialen und kulturellen Strukturen in Kolonialgebieten, zu veränderten Mensch-Tier-Verhältnissen.
Dieser Tierstudien -Band versammelt mit Kaninchen, Giraffen, Straßenhunden, Papageien, Walen, Jaguaren, Bisons, Schlangen, Pferden, Tigern und fantastischen Mischwesen eine vielgestaltige Kartografie tierlicher Präsenz im Kontext kolonialer, neokolonialer und dekolonialer Machtverhältnisse. Die Beiträge zeigen Tiere als Jagdtrophäen, modische Luxusartikel, Rohstoffe, Archiv- und Wissensobjekte sowie Projektionsflächen, aber auch als widerständige Akteur*innen, die koloniale Ordnungen irritieren und durchkreuzen. Die Texte fragen, wie Tiere in kolonialen Kontexten genutzt, verschleppt, klassifiziert und ausgebeutet wurden – und wie diese Logiken bis heute fortwirken. Zugleich untersuchen sie Spannungen dekolonialer Praxis: zwischen Fürsorge und Gewalt, zwischen indigenem Wissen und seiner Aneignung. So entsteht ein facettenreiches Panorama, das Tiere nicht nur als Opfer, sondern als zentrale Figuren (de-)kolonialer Geschichte sichtbar macht, und es werden – insbesondere durch die künstlerischen Positionen – neue Perspektiven auf ein mehr-als-menschliches Zusammenleben eröffnet.
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Leonie Swann: Widdersehen (Rezension)

Als ihre Schäferin Rebecca urplötzlich die Europareise abbricht und die Herde rund um Miss Maple zurück in irische Gefilde führt, sind die Schafe zunächst optimistisch wie Frühlingslämmer. Denn wo könnte es schöner sein als auf der Heimatweide? Auch der jüngste Zuwachs ist gespannt – Madouc, offiziell Ziege, inoffiziell »Schaf auf Probe«, hofft auf viele neue Einblicke in die geheimnisvolle Welt der Schafe. Kaum dort angekommen, ist das Bedauern jedoch groß: Die geliebte Weide ist gar nicht mehr so schön, wie sie es in der Erinnerung war, und obendrein haben drei fremde Schafe mit seltsamen Namen alle Lieblingskräuter weggeknabbert. Als wäre das nicht schon genug, ist Rebecca plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Zurückgeblieben ist nur ein einzelner Finger (kein guter Anfang) und ein geheimnisvoller Brief, aus dem sich die Schafe mangels Vorlesemenschen keinen Reim machen können. Die Herde befürchtet das Schlimmste. Es ist völlig klar: Sie müssen ihre verschollene Hirtin retten. Unversehens finden sie sich in einem Familiendrama wieder, und einmal mehr zeigt sich: Alles ist zu meistern – man braucht nur genügend Wollensstärke! Weiterlesen

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Cecilia Davidsson/Alex Haridi/Maya Jönsson: Die Mumins und der verbotene Park (Rezension)


Die Mumins sind nicht tot zu kriegen. Und das ist auch gut so. Ich habe sie schon in meiner Kindheit geliebt und irgendwie mag ich sie heute noch… Besonders die polnische Fernsehserie Ende der 70er hat es mir angetan. Ich fand die Machart schon sehr ungewöhnlich und manchmal auch beängstigend… und auch die Erzählweise (in der deutschen Fassung war es Hans Clarin, der die gesamten Folgen sprach). Irgendwie faszinierend, ebenso wie die Version der Augsburger Puppenkiste. Weniger beeindrucken konnten mich die anderen Versionen des Stoffs. Weiterlesen

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Zoopresseschau

Zoo Berlin 29.05.2026
Premiere nach über 180 Jahren
Erstmals Margay-Jungtier im Zoo Berlin geboren
Wildkamera filmt historischen Moment im Reich der Jäger
Im Zoo Berlin gibt es seltenen Nachwuchs. Am 13. Mai wurde im Reich der Jäger ein Margay-Jungtier geboren. Besonders außergewöhnlich dabei ist, dass die ersten Lebensminuten des kleinen Kletterkünstlers von einer Wildkamera aufgezeichnet wurden. Nach einer Tragzeit von rund 82 Tagen wurde das Jungtier am 13. Mai geboren. Wie für Margays typisch, brachte Mutter Açailândia nur ein einzelnes Jungtier zur Welt. Zwillinge sind bei dieser Art äußerst selten. Anders als beispielsweise Hauskatzen besitzen Margays lediglich zwei Zitzen, wodurch größere Würfe kaum Überlebenschancen hätten. Mutter Açailândia wurde 2020 im französischen Zoo Parc des Félins geboren und kam Ende 2021 nach Berlin. Vater Sammi stammt aus dem britischen Shaldon Wildlife Trust und lebt seit 2022 im Zoo Berlin. Gemeinsam sorgt das Paar nun für einen historischen Moment. Bei dem Jungtier handelt es sich um den ersten Margay-Nachwuchs in der über 180-jährigen Geschichte des Zoo Berlin. „Die Geburt dieses Jungtieres ist für uns etwas ganz Besonderes“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Margays werden nur selten in zoologischen Einrichtungen gehalten und noch seltener erfolgreich gezüchtet. Dass wir nun erstmals Nachwuchs bei dieser faszinierenden Wildkatzenart verzeichnen können, ist ein großartiger Erfolg für die Tierpflegerinnen und Tierpfleger im Reich der Jäger.“ Diese haben über zweieinhalb Jahre mit Wildkameras und speziellen Wildtiermikrofonen das Verhalten der streng nachtaktiven und somit schwer zu beobachtenden Margays aufgezeichnet und in stundenlanger Kleinarbeit ausgewertet. „Unser Ziel war es, die Paarungsrufe des Weibchens zu belauschen, um die beiden streng einzelgängerisch lebenden Individuen zum exakt richtigen Zeitpunkt zusammenzubringen. Dass die Mutter ihr Jungtier nun so souverän aufzieht, ist ein mehr als toller Lohn für die vielen Extrastunden und nächtlichen Beobachtungen“, freut sich Dr. Florian Sicks, Säugetier-Kurator im Zoo Berlin. Die Margay, auch Baumozelot oder Langschwanzkatze genannt, zählt zu den kleineren Wildkatzen Mittel- und Südamerikas und gilt laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als potenziell gefährdet („Near Threatened“). Die nachtaktiven Tiere leben überwiegend verborgen in tropischen Regenwäldern von Südmexiko bis Argentinien und verbringen einen Großteil ihres Lebens in den Baumwipfeln. Dort jagen sie unter anderem Vögel, kleine Säugetiere, Eidechsen und Insekten. Mit ihrem langen Schwanz balancieren sie geschickt zwischen den Ästen. Dank ihrer besonders beweglichen Fußgelenke können sie sogar kopfüber Bäume hinabsteigen oder sich elegant von Ast zu Ast hangeln. Eine Fähigkeit, die unter Katzen äußerst selten ist. Zu den größten Bedrohungen zählen Lebensraumverlust durch die Zerstörung der Regenwälder, Straßenverkehr, illegale Jagd und Wildtierhandel. Doch die gute Nachricht ist: Sorgsam umgesetzte internationale Schutzmaßnahmen greifen. Zwischen 1977 und 1989 wurden im internationalen Handel noch 121.189 Felle des Baumozelots erfasst. Nachdem der Margay im Jahr 1990 in den höchsten Schutzstatus aufgenommen wurde, wurden bis 2008 nur noch 26 und seitdem sogar gar keine Felle mehr registriert. In europäischen Zoos leben derzeit lediglich 56 Margays in 24 Einrichtungen. In Deutschland ist die seltene Wildkatze neben Berlin nur in zwei weiteren Zoos zu sehen. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sieht in den kommenden Jahren dringenden Handlungsbedarf: Um die Population langfristig stabil zu halten, werden weitere erfolgreiche Nachzuchten benötigt. Das aktuelle Berliner Jungtier leistet hierbei einen wichtigen Beitrag. Weiterlesen

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Zoobesuche im Mai

Im Mai wurden einige Zoos besucht, das Wetter schrie ja fast schon danach, auch wenn es dann teilweise doch zu heiß war. Aber wenn man eine Reise weit im Voraus plant muss man das Wetter nehmen was man bekommt. Bei spontanen Ausflügen kann man immer noch entscheiden, lieber zu Hause zu bleiben.
Neben einem Besuch im Tierpark Hellabrunn und einem Tagesausflug nach Ortenburg (und Umgebung) fuhren wir am Pfingstwochenende nach Hanau. Weiterlesen

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Bee active

Beeactive ist ein kostenloses Lernspiel für Kinder, Jugendliche und Naturinteressierte. Man platziert (per Augmented Reality) einen virtuellen Bienenstock in der echten Umgebung, fotografiert Pflanzen und Blumen und lernt dabei etwas über Bienen, Bestäubung und heimische Pflanzenarten. Die Pflanzen werden automatisch erkannt, und ihr Nektar- bzw. Pollenwert hilft dabei, das virtuelle Bienenvolk zu versorgen.
Ein Wissensspiel, das exzessive Smartphonenutzer auch in die Natur bringt und im Gegensatz zu Spielen wie etwa POKEMON GO! auch noch Wissen vermittelt. Dabei steht die Honigbiene und die heimische Pflanzenwelt im Vordergrund.
Dabei wird eine Schnittstelle zu Flora Incognita, einer KI gestützten App zur Pflanzenbestimmung, genutzt. Der erzeugte Honig kann zur Erweiterung der Bienenvölker oder zum Tausch verwendet werden. Je mehr Blüten fotografiert werden und je mehr unterschiedliche Blumen erfasst werden, desto besser geht es dem Bienenvolk. Eine interaktive Blühkarte bildet alle Funde der Nutzer ab, eine Auswertung nach Pollen- und Nektarwerten schafft Potenziale für Schulunterricht und Bildung. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

20.05.2026, Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL
Insekten in der Stadt: Blumen allein genügen nicht
Was macht einen Stadtgarten attraktiv für Insekten wie solitäre Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen? Und wie gut bestäuben sie Pflanzen in Innenstädten? Eine Studie der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL zeigt, dass Insekten Pflanzen in der ganzen Stadt bestäuben können, sie aber mehr insektenfreundliche Grünflächen brauchen.
* WSL-Forschende haben in Gärten der Stadt Zürich untersucht, wo und wann Insekten Pflanzen bestäuben – und dafür sogar Insektenzungen vermessen.
* Sie zeigen, dass ein grosses Blütenangebot in Privatgärten in der dicht bebauten Innenstadt zwar solitären Wildbienen und Hummeln hilft, aber Käfer und Schwebfliegen dort nicht zu Blumen finden.
* Entsprechend werden die Blumen, die von Käfern und Schwebfliegen bestäubt werden, in dicht bebauten Quartieren kaum bestäubt.
* Insekten in der Stadt brauchen insektenfreundliche Lebensräume auf Quartierebene und nicht nur auf der Ebene einzelner Gärten.
Die Bienensaison ist in vollem Schwung und überall suchen Bienen nach mit Nektar gefüllten Blumen. Wo werden sie und andere hungrige Insekten, die Pflanzen bestäuben, in dicht bebauten Städten fündig? Dieser Frage haben sich WSL-Forschende in einem aufwendigen Versuch gewidmet. Rund 30 unermüdliche Freiwillige haben sich über einen Monat hinweg wiederholt in 24 verschiedenen Gärten in der Stadt Zürich vor Blumentöpfe gesetzt und gewissenhaft jedes Insekt protokolliert und gefangen – für jeweils neun Stunden am Stück.
Dieser Einsatz zeigt erstmals auf, welche Insektenarten im Tagesverlauf welche Gärten und Blüten besuchen und wie gut sie die Blüten bestäuben. «Wir haben uns Stadtgärten angeschaut, die in unterschiedlich stark verdichteten Stadteilen lagen und ein unterschiedlich breites Blütenangebot aufwiesen. Dabei haben wir grosse Unterschiede im Vorkommen verschiedener Insektenarten gefunden», fasst die Ökologin und WSL-Gastwissenschaftlerin Merin Reji Chacko zusammen. Solche Unterschiede zu analysieren, hilft den Forschenden, herauszufinden, wie eine Stadt aussieht, in der Blüten bestäubende Insekten ein passendes Zuhause finden. Das ist wichtig, weil viele dieser Insektenarten, zum Beispiel Hummeln, eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen spielen. Städte können eine grosse Vielfalt an Wildbienen beherbergen und sind deshalb wichtig für deren Schutz.
Insektenzungen vermessen
Um herauszufinden, wie sich die Insekten an ihre Umgebung anpassen, vermassen die Forschenden sogar die Zungenlänge der einzelnen Tiere. Diese verrät, welche Blüten ein Insekt nutzen kann: Nur Bestäuber mit langen Zungen, wie Hummeln, erreichen den tief verborgenen Nektar von spezialisierten Blüten. Bestäuber mit kürzeren Mundwerkzeugen, wie Schwebfliegen, sind hingegen auf leicht zugängliche Blüten angewiesen.
Die Forschenden stellten fest, dass in blütenreichen Gärten der dicht bebauten Innenstadt besonders grosse Wildbienen wie Hummeln aktiv sind, vermutlich weil sie wegen ihrer Grösse auch über grössere asphaltierte Flächen hinweg zu einzelnen «Blüteninseln» fliegen können. Sie profitieren somit selbst in dicht bebauten Innenstädten von einem vielfältigen Blütenangebot. Doch auch kleine Wildbienen mit relativ langen Zungen profitieren vom reichen Buffet im Garten, vermutlich eben darum, weil sie klein sind und so genügend Nahrung und auch Nistplätze finden. Pflanzen, an deren Nektar nur Insekten mit langen Zungen kommen, können also fast überall in der Stadt gut bestäubt werden.
Blüten fehlen die Bestäuber
Doch nicht alle Insekten bestäuben überall Blüten: Schwebfliegen und Käfer lassen sich mit zunehmend dichter Verbauung immer seltener blicken – und zwar unabhängig davon, wie attraktiv das Blütenangebot im einzelnen Garten ist oder wie lang ihre Zungen sind. Der Grund: Diese Gruppen finden in stark bebauten Quartieren keinen geeigneten Lebensraum. Die federleichten Schwebfliegen, die als Larven Blattläuse fressen, brauchen viele Grünflächen, um sich in der Stadt wohlzufühlen. Viele Käfer, die im Totholz brüten, finden zudem in zubetonierten Gegenden keine passenden Brutstätten. Die Folge ist, dass Blüten, die von solchen Insekten bestäubt werden, in dicht verbauten Stadtteilen seltener bestäubt werden und deshalb weniger Samen und Früchte produzieren.
Einsatz von Privaten und Städten nötig
Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass es den Einsatz auf allen Entscheidungsebenen – von der privaten bis zur Ebene der Stadtplanung – braucht, um die Artenvielfalt und Ökosystemleistungen wie Bestäubung in der Stadt zu fördern. Private Gartenbesitzende können viel erreichen, sagt der Ökologe und WSL-Gastwissenschaftler David Frey, der das Experiment im Rahmen seiner Doktorarbeit an der WSL geleitet hat: «Es lohnt sich immer, auf kleiner Fläche etwas für die Biodiversität zu machen. Sogar wenn man in der Stadtmitte einen sehr isolierten Garten hat. Viele verschiedene Pflanzen anzupflanzen, hat übrigens auch positive Effekte auf die Bodenqualität und sogar den Erholungswert des Gartens.»
Aber die Bemühungen von Einzelpersonen genügen nicht. So sind Käfer und Schwebfliegen auf Lebensräume im ganzen Stadtquartier und nicht nur in einzelnen Gärten angewiesen. Die Co-Erstautorin Reji Chacko sagt dazu: «Wir haben eine erstaunlich grosse Biodiversität in den Städten. Aber es ist wichtig, dass wir sicherstellen, dass jene Grünflächen, die wir haben, geschützt werden. Dies gilt vor allem, wenn wir Städte nach innen und in die Höhe verdichten, wie es zum Beispiel der Richtplan 2040 der Stadt Zürich vorsieht.»
Originalpublikation:
Reji Chacko M., Frey D.J., Albrecht M., Ghazoul J., Moretti M. (2026) No one‐size‐fits‐all: trait‐dependent effects of local plant diversity on pollinators and pollination service in a densifying city. J. Appl. Ecol. 63(5). https://doi.org/10.1111/1365-2664.70384 Weiterlesen

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Portrait: Niasbeo

Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Stare (Sturnidae)
Unterfamilie: Graculinae
Tribus: Graculini
Gattung: Beos (Gracula)
Art: Niasbeo (Gracula robusta)

Niasbeo

Der Niasbeo erreicht eine Körperlänge von 32 cm. Die Federn vor den Augen sind nach innen und oben gerichtet, auf der Mittellinie des Oberkopfes sind sie abgeflacht. Unter den Augen befindet sich ein großer nackter Flecken. Die Kopfseiten hinter den Augen sind durch große Hautlappen charakterisiert, die bis zum Hinterkopf reichen und sich an der Mittellinie treffen. Das Gefieder ist meist schwarz, an der Stirn, am Scheitel und am Körper violett glänzend. Bürzel und Bauch sind türkis gefärbt. Flügel und Schwanz sind bräunlich-schwarz. Die Handschwingenfedern zeigen sehr große weiße Flecken, die sich fast bis zu den Federbasen erstrecken. Die Armschwingenfedern sind am Federschaft weiß. Die Iris ist braun. Die nackte Gesichtshaut und der Kehllappen sind gelb. Der Schnabel ist rot. Die Schnabelbasis ist orangerot und die Spitze ist gelb. Die Beine sind gelb. Der schwere Schnabel ist stark gebogen. Die Geschlechter sehen gleich aus. Die juvenilen Vögel sind bisher unbeschrieben. Weiterlesen

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