Zoo Hof 30.01.2026
Zootier des Monats Februar: Das Coburger Fuchsschaf
Mit seinem rotbraunen Kopf und dem goldschimmernden Vlies zählt das Coburger Fuchsschaf zu den ältesten und ursprünglichsten Schafrassen Deutschlands. Seine Wurzeln reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Charakteristisch sind der hornlose, schmale Kopf mit kurzem rotbraunem Haar sowie die schlanken, unbewollten Beine. Diese Färbung brachte der Rasse auch ihren Namen ein – sie erinnert an den Rotfuchs. Im vergangenen Jahrhundert ging der Bestand stark zurück, als Wolle und Schaffleisch wirtschaftlich an Bedeutung verloren. Heute steht das Coburger Fuchsschaf auf der Vorwarnstufe gefährdeter Nutztierrassen. Durch gezielte Zuchtprogramme und das Engagement vieler Halter konnte die Rasse jedoch erhalten werden. Auch der Zoo Hof beteiligt sich aktiv an der Erhaltungszucht und trägt damit zum Erhalt dieser seltenen bayerischen Schafrasse bei. Aufgrund ihrer Robustheit, Genügsamkeit und Trittsicherheit eignen sich die Tiere zudem hervorragend für die Landschaftspflege auf extensiven Flächen und in Naturschutzgebieten. Eine Besonderheit zeigt sich schon bei der Geburt: Die Lämmer tragen zunächst ein kastanien- bis rotbraunes Vlies. Erst im Laufe der ersten Monate hellt es sich auf und entwickelt helle bis goldene Schattierungen – daher stammt die Bezeichnung „Goldenes Vlies“. Die Wolle ist bei Handspinnern, Webern und Filzern sehr geschätzt. Aktuell gibt es im Zoo Hof zudem Jungtiere zu beobachten. Auch im Wesen überzeugen die Tiere: Coburger Fuchsschafe gelten als ruhig, gutmütig und sehr mütterlich. Die Mutterschafe zeigen einen ausgeprägten Schutzinstinkt gegenüber ihren Lämmern. Als mittelgroße, widerstandsfähige Schafe erreichen sie Schulterhöhen von rund 68 bis 80 Zentimetern und Gewichte zwischen 60 und 100 Kilogramm. Sie ernähren sich vor allem von Gras und Heu, die Tragzeit beträgt etwa fünf Monate, die Lebenserwartung rund zehn bis zwölf Jahre. Im Zoo lassen sich die Tiere besonders gut in der Gruppe beobachten – ruhig, aufmerksam und bestens an unsere Witterung angepasst. Ein Besuch bietet die Gelegenheit, eine selten gewordene Nutztierrasse aus nächster Nähe kennenzulernen. Weiterlesen →