Ein paar Bemerkungen

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Portrait: Südafrikanisches Stachelschwein

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Stachelschweinverwandte (Hystricomorpha)
Teilordnung: Hystricognathi
Familie: Stachelschweine (Hystricidae)
Gattung: Eigentliche Stachelschweine (Hystrix)
Art: Südafrikanisches Stachelschwein (Hystrix africaeaustralis)

Südafrikanisches Stachelschwein (Zoo Prag)

Das Südafrikanische Stachelschwein ist das größte Nagetier Afrikas und hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 63 bis 80 Zentimeter mit einem Schwanz von 10,5 bis 13 Zentimetern Länge. Die Tiere wiegen etwa 10 bis maximal 24 Kilogramm, wobei die Weibchen deutlich schwerer werden als die Männchen (bis maximal 18 Kilogramm). Ein darüber hinausgehender ausgeprägter Sexualdimorphismus ist nicht vorhanden, die Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich also nicht. Die Hinterfußlänge beträgt 89 bis 102 Millimeter, die Ohrlänge 39 bis 41 Millimeter.
Die Tiere sind stämmig gebaut, mit relativ kurzen Beinen und kurzen, im Stachelkleid versteckten Schwänzen. Auf dem Kopf befinden sich kurze, braune Borsten sowie dicke, bewegliche Vibrissen. Die Augen sind klein und liegen weit hinten am Kopf, die Ohren sind unauffällig. Der Körper ist wie bei allen Stachelschweinen mit einem typischen Stachelkleid aus umgewandelten Haaren bedeckt. Es besteht aus borstigen Haaren, langen Stacheln (bis zu 50 cm lang), kräftigen Verteidigungsstacheln (bis zu 30 cm lang) und abgeflachten, borstigen Haaren.
Von dem Gewöhnlichen Stachelschwein (Hystrix cristata) unterscheidet sich das Südafrikanische Stachelschwein neben der Gesamtgröße vor allem durch die Größe der Schwanzquaste und die Färbung des Stachelkleides. Die Stachelfärbung des Rumpfes erscheint mehr weiß als schwarz und die Unterseite der Schwanzquaste ist weiß.
Die Weibchen haben im Thoraxbereich zwei bis drei Paar Zitzen, im Lendenbereich keine. Das Genom des Südafrikanischen Stachelschweins besteht ebenso wie das des Gewöhnlichen Stachelschweins aus 2n = 66 Chromosomen. Weiterlesen

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Portrait: Zebraschwanzleguan

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
ohne Rang: Toxicofera
ohne Rang: Leguanartige (Iguania)
Familie: Phrynosomatidae
Gattung: Callisaurus
Art: Zebraschwanzleguan (Callisaurus draconoides)

Zebraschwanzleguan (Zoo Prag)

Zebraschwanzleguane können bis zu 23 Zentimeter lang werden, bleiben jedoch meist kleiner. Charakteristisch für die Art ist der schwarz-weiß geringelte Schwanz. Die Zeichnung ist auf der Unterseite stärker als auf der Oberseite. Ansonsten sind die Tiere von grauer bis hell braungelber Farbe. Die Unterseite ist weiß, auf dem Rücken haben sie kleine, paarige dunkle Flecken. Die Männchen haben in der Körpermitte an den Flanken eine blaue Zone mit zwei schwarzen Bändern. Die Schuppen der Gitterschwanzleguane sind körnig, an der Kehle haben die Tiere zwei Querfalten. Ihre Ohröffnungen sind deutlich sichtbar. Weiterlesen

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Portrait: Schildturako

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Turakos (Musophagiformes)
Familie: Turakos (Musophagidae)
Gattung: Helmturakos (Tauraco)
Art: Schildturako  (Tauraco violaceus)

Schildturako (Tierpark Hellabrunn)

Der Schildturako ist 45–50 cm groß und wiegt um die 360 g. Schnabel, Augenpartie, obere Ohrdecken, Scheitel und Nacken sind karminrot mit kurzen samtigen Federn. Der Augenring ist etwas heller rot. Vom Schnabelwinkel zieht unter dem Auge bis zu den unteren Ohrdecken ein breiter weißer Streifen. Auffallend ist der vom Oberschnabel beginnende massive gelbe knöcherne Frontalschild über Stirn bis zum Scheitel reichend. Kehle, Kinn und hinterer Nacken sind glänzend blau-schwarz bis -violett. Rücken und Flügeldecken sind blauviolett, der Schwanz hat einen leichten grünen Hauch. Die Unterseite ist blau-schwarz kräftig mit moosgrün überhaucht. Die Handschwingen und äußeren Armschwingen sind karminrot mit braunen Spitzen. Die Augen sind dunkelbraun mit unbefiedertem Augenring. Beine und Füße sind schwarz oder grünlich-schwarz. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sehen krähenartig aus ohne auffallende Kopf- und Schnabelform, noch ohne Frontalschild und schwärzlichem Schnabel. Weiterlesen

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Der Newsletter des Augsburger Zoos

Normalerweise ist der monatliche Newsletter des Augsburger Zoos Teil der Zoopresseschau.
Philipp Wagner ist seit Kurzem (1. Mai) der Nachfolger von Barbara Jantschke und sein erster Newsletter sprengt den Rahmen der Zoopresseschau gewaltig, ist aber höchst interessant (und anders als man es von den bisherigen Newslettern kennt, mal schauen ob dieser Weg beibehalten wird)- Weiterlesen

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TTT: 10 Sachbücher (oder Biografien) die dir gefallen haben – oder mich interessieren würden

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Louise K. Blight: Die Pinguinforscherin (Rezension)

Tief in der eisigen Abgeschiedenheit der Antarktis arbeitet die Naturschutzbiologin Louise Blight in einer kleinen Forschungsstation – umgeben von Schnee, Stille und unzähligen Pinguinen. Zwischen Kälte und Wind und der endlosen Weite beobachtet sie das Verhalten der Tiere: wie sie im Schneetreiben brüten, unbeholfen über das Eis watscheln, wie ihre schwarzen Knopfaugen ruhig in die Welt blicken. Mit feinem Gespür erzählt Blight vom Leben am Rand der Welt: von langen Tagen voller Forschung, unerwarteten Begegnungen und stillen Momenten mit Tieren, die ihr ans Herz gewachsen sind. Ihre Geschichten zeigen, wie tief die Verbindung zwischen Mensch und Natur sein kann – und wie heilend sie wirkt. Weiterlesen

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Tierstudien: De-Koloniale Tiere (Rezension)

Tiere spielen eine zentrale Rolle in der Geschichte des Kolonialismus, sowohl in der historischen Aneignung fremder Gebiete, in Methoden kolonialer Erschließung und Ausbeutung als auch im Export kolonialer ‚Güter‘ in die europäischen Staaten und in der dortigen Darstellung der Kolonialgebiete. Sie tauchen in Reise- und Jagdberichten, Fotografien, Spielfilmen und nicht zuletzt in Zoos auf. Zugleich sind im Zuge des Kolonialismus auch Tiere auf eine vorher nicht gekannte Weise global mobil geworden und in Gegenden gebracht worden oder selbst eingewandert, die ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten fern lagen. Das hat nicht nur zu einer Veränderung der lokalen Fauna geführt, sondern auch zu veränderten sozialen und kulturellen Strukturen in Kolonialgebieten, zu veränderten Mensch-Tier-Verhältnissen.
Dieser Tierstudien -Band versammelt mit Kaninchen, Giraffen, Straßenhunden, Papageien, Walen, Jaguaren, Bisons, Schlangen, Pferden, Tigern und fantastischen Mischwesen eine vielgestaltige Kartografie tierlicher Präsenz im Kontext kolonialer, neokolonialer und dekolonialer Machtverhältnisse. Die Beiträge zeigen Tiere als Jagdtrophäen, modische Luxusartikel, Rohstoffe, Archiv- und Wissensobjekte sowie Projektionsflächen, aber auch als widerständige Akteur*innen, die koloniale Ordnungen irritieren und durchkreuzen. Die Texte fragen, wie Tiere in kolonialen Kontexten genutzt, verschleppt, klassifiziert und ausgebeutet wurden – und wie diese Logiken bis heute fortwirken. Zugleich untersuchen sie Spannungen dekolonialer Praxis: zwischen Fürsorge und Gewalt, zwischen indigenem Wissen und seiner Aneignung. So entsteht ein facettenreiches Panorama, das Tiere nicht nur als Opfer, sondern als zentrale Figuren (de-)kolonialer Geschichte sichtbar macht, und es werden – insbesondere durch die künstlerischen Positionen – neue Perspektiven auf ein mehr-als-menschliches Zusammenleben eröffnet.
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Leonie Swann: Widdersehen (Rezension)

Als ihre Schäferin Rebecca urplötzlich die Europareise abbricht und die Herde rund um Miss Maple zurück in irische Gefilde führt, sind die Schafe zunächst optimistisch wie Frühlingslämmer. Denn wo könnte es schöner sein als auf der Heimatweide? Auch der jüngste Zuwachs ist gespannt – Madouc, offiziell Ziege, inoffiziell »Schaf auf Probe«, hofft auf viele neue Einblicke in die geheimnisvolle Welt der Schafe. Kaum dort angekommen, ist das Bedauern jedoch groß: Die geliebte Weide ist gar nicht mehr so schön, wie sie es in der Erinnerung war, und obendrein haben drei fremde Schafe mit seltsamen Namen alle Lieblingskräuter weggeknabbert. Als wäre das nicht schon genug, ist Rebecca plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Zurückgeblieben ist nur ein einzelner Finger (kein guter Anfang) und ein geheimnisvoller Brief, aus dem sich die Schafe mangels Vorlesemenschen keinen Reim machen können. Die Herde befürchtet das Schlimmste. Es ist völlig klar: Sie müssen ihre verschollene Hirtin retten. Unversehens finden sie sich in einem Familiendrama wieder, und einmal mehr zeigt sich: Alles ist zu meistern – man braucht nur genügend Wollensstärke! Weiterlesen

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Cecilia Davidsson/Alex Haridi/Maya Jönsson: Die Mumins und der verbotene Park (Rezension)


Die Mumins sind nicht tot zu kriegen. Und das ist auch gut so. Ich habe sie schon in meiner Kindheit geliebt und irgendwie mag ich sie heute noch… Besonders die polnische Fernsehserie Ende der 70er hat es mir angetan. Ich fand die Machart schon sehr ungewöhnlich und manchmal auch beängstigend… und auch die Erzählweise (in der deutschen Fassung war es Hans Clarin, der die gesamten Folgen sprach). Irgendwie faszinierend, ebenso wie die Version der Augsburger Puppenkiste. Weniger beeindrucken konnten mich die anderen Versionen des Stoffs. Weiterlesen

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Zoopresseschau

Zoo Berlin 29.05.2026
Premiere nach über 180 Jahren
Erstmals Margay-Jungtier im Zoo Berlin geboren
Wildkamera filmt historischen Moment im Reich der Jäger
Im Zoo Berlin gibt es seltenen Nachwuchs. Am 13. Mai wurde im Reich der Jäger ein Margay-Jungtier geboren. Besonders außergewöhnlich dabei ist, dass die ersten Lebensminuten des kleinen Kletterkünstlers von einer Wildkamera aufgezeichnet wurden. Nach einer Tragzeit von rund 82 Tagen wurde das Jungtier am 13. Mai geboren. Wie für Margays typisch, brachte Mutter Açailândia nur ein einzelnes Jungtier zur Welt. Zwillinge sind bei dieser Art äußerst selten. Anders als beispielsweise Hauskatzen besitzen Margays lediglich zwei Zitzen, wodurch größere Würfe kaum Überlebenschancen hätten. Mutter Açailândia wurde 2020 im französischen Zoo Parc des Félins geboren und kam Ende 2021 nach Berlin. Vater Sammi stammt aus dem britischen Shaldon Wildlife Trust und lebt seit 2022 im Zoo Berlin. Gemeinsam sorgt das Paar nun für einen historischen Moment. Bei dem Jungtier handelt es sich um den ersten Margay-Nachwuchs in der über 180-jährigen Geschichte des Zoo Berlin. „Die Geburt dieses Jungtieres ist für uns etwas ganz Besonderes“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Margays werden nur selten in zoologischen Einrichtungen gehalten und noch seltener erfolgreich gezüchtet. Dass wir nun erstmals Nachwuchs bei dieser faszinierenden Wildkatzenart verzeichnen können, ist ein großartiger Erfolg für die Tierpflegerinnen und Tierpfleger im Reich der Jäger.“ Diese haben über zweieinhalb Jahre mit Wildkameras und speziellen Wildtiermikrofonen das Verhalten der streng nachtaktiven und somit schwer zu beobachtenden Margays aufgezeichnet und in stundenlanger Kleinarbeit ausgewertet. „Unser Ziel war es, die Paarungsrufe des Weibchens zu belauschen, um die beiden streng einzelgängerisch lebenden Individuen zum exakt richtigen Zeitpunkt zusammenzubringen. Dass die Mutter ihr Jungtier nun so souverän aufzieht, ist ein mehr als toller Lohn für die vielen Extrastunden und nächtlichen Beobachtungen“, freut sich Dr. Florian Sicks, Säugetier-Kurator im Zoo Berlin. Die Margay, auch Baumozelot oder Langschwanzkatze genannt, zählt zu den kleineren Wildkatzen Mittel- und Südamerikas und gilt laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als potenziell gefährdet („Near Threatened“). Die nachtaktiven Tiere leben überwiegend verborgen in tropischen Regenwäldern von Südmexiko bis Argentinien und verbringen einen Großteil ihres Lebens in den Baumwipfeln. Dort jagen sie unter anderem Vögel, kleine Säugetiere, Eidechsen und Insekten. Mit ihrem langen Schwanz balancieren sie geschickt zwischen den Ästen. Dank ihrer besonders beweglichen Fußgelenke können sie sogar kopfüber Bäume hinabsteigen oder sich elegant von Ast zu Ast hangeln. Eine Fähigkeit, die unter Katzen äußerst selten ist. Zu den größten Bedrohungen zählen Lebensraumverlust durch die Zerstörung der Regenwälder, Straßenverkehr, illegale Jagd und Wildtierhandel. Doch die gute Nachricht ist: Sorgsam umgesetzte internationale Schutzmaßnahmen greifen. Zwischen 1977 und 1989 wurden im internationalen Handel noch 121.189 Felle des Baumozelots erfasst. Nachdem der Margay im Jahr 1990 in den höchsten Schutzstatus aufgenommen wurde, wurden bis 2008 nur noch 26 und seitdem sogar gar keine Felle mehr registriert. In europäischen Zoos leben derzeit lediglich 56 Margays in 24 Einrichtungen. In Deutschland ist die seltene Wildkatze neben Berlin nur in zwei weiteren Zoos zu sehen. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sieht in den kommenden Jahren dringenden Handlungsbedarf: Um die Population langfristig stabil zu halten, werden weitere erfolgreiche Nachzuchten benötigt. Das aktuelle Berliner Jungtier leistet hierbei einen wichtigen Beitrag. Weiterlesen

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