Ein paar Bemerkungen

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Portrait: Steinmarder

Unterordnung: Hundeartige (Caniformia)
Überfamilie: Marderverwandte (Musteloidea)
Familie: Marder (Mustelidae)
Unterfamilie: Guloninae
Gattung: Echte Marder (Martes)
Art: Steinmarder (Martes foina)

Steinmarder (Schloss Augustenburg)

Steinmarder haben den für Marder üblichen Körperbau mit einem langgestreckten, schlanken Rumpf und relativ kurzen Gliedmaßen. Der Schwanz ist relativ lang und buschig. Von der zweiten in Mitteleuropa lebenden Art der Echten Marder, dem Baummarder, unterscheidet er sich äußerlich in Form und Farbe des Kehlflecks: Dieser ist beim Steinmarder weiß und oft gegabelt und kann sich bis auf die Vorderbeine erstrecken, während er beim Baummarder gelblich und abgerundet ist. Allerdings kann der Kehlfleck bei manchen asiatischen Populationen auch ganz fehlen. Das Fell dieser Tiere ist graubraun gefärbt und rau. Weitere Unterschiede zum Baummarder sind die helle Nase und die unbehaarten Fußsohlen. Auch ist der Steinmarder etwas kürzer, aber dafür schwerer als sein Verwandter.
Männliche Steinmarder erreichen eine Kopfrumpflänge von durchschnittlich 46 Zentimetern und ein Durchschnittsgewicht von 1,7 Kilogramm, während Weibchen mit durchschnittlich 43 Zentimetern Gesamtlänge und 1,3 Kilogramm Durchschnittsgewicht etwas kleiner sind. Weiterlesen

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Portrait: Cassiopea andromeda

Stamm: Nesseltiere (Cnidaria)
Klasse: Schirmquallen (Scyphozoa)
Ordnung: Wurzelmundquallen (Rhizostomeae)
Familie: Cassiopeidae
Gattung: Cassiopea
Art: Cassiopea andromeda

Cassiopea andromeda (Zoo Berlin)

Die Qualle besitzt einen gelbbraun gefärbten, glatten, tellerartigen Schirm ohne Randtentakel mit fast glattem Rand, von der ungefähren Gestalt eines Saugnapfs, im ausgewachsenen Zustand mit etwa 300 Millimeter Durchmesser. Er kann eine weiße Zeichnung aus Flecken und Radiärstreifen tragen, diese ist aber variabel, oft verwaschen und kann auch vollständig fehlen. Die zentrale Mundöffnung ist von acht fiederteilig fein verzweigten Mundarmen umgeben, deren Länge nicht ganz den Schirmdurchmesser erreicht. Die Mundarme verzweigen zweiteilig (dichotom), teilweise auch mehrere aus einer Wurzel (bäumchen- oder handförmig, pinnat), nach außen hin sehr fein. Alle Armäste sind in einer Ebene ausgebreitet schräg spitzwinklig vom Schirm wegstrebend. Am Ende besitzen sie flache, saumartige Auswüchse. Wie typisch für Medusen, sind sie dicht von Nesselkapseln besetzt. Auf den Armen sitzen senkrecht abstehende, abweichend gefärbte sogenannte Kolbenblasen unterschiedlicher Anzahl und Größe, die vermutlich Sinnesfunktion besitzen. Die Färbung der Mundarme selbst ist sehr variabel.
An den Mund schließt im Inneren ein linsenförmiger Magenraum mit im Verhältnis zur Schirmgröße recht geringem Durchmesser an. Dieser setzt sich nach außen in ca. 32 radiär verlaufende Kanäle fort, die durch ein Netz von Querverbindungen (Anastomosen) miteinander verbunden sind, diese durchziehen den gesamten Körper einschließlich der Arme.
Die Unterseite der Qualle, insbesondere die Mundarme, trägt eingelagert symbiontische autotrophe (d. h. zur Photosynthese befähigte) Dinoflagellaten, die verschiedenen Stämmen der Art Symbiodinium microadriaticum zugeordnet werden[1] (die Farbe der Qualle steht dabei in keinem Zusammenhang mit diesen und ihrer spezieller Farbe). Solche sogenannte Zooxanthellen sind sonst eher typisch für Polypen von Nesseltieren, insbesondere Korallenarten. Auch bei Cassiopea kommen sie sowohl im Polypen- wie auch im Medusenstadium vor. Die Qualle ist auf ihre Endosymbionten angewiesen und ohne sie nicht lebensfähig. Sie ernährt sich aber nicht rein autotroph, sondern daneben auch räuberisch, vor allem von planktonischen Kleinkrebsen (v. a. Copepoden). Weiterlesen

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Portrait: Madagaskarweber

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Webervögel (Ploceidae)
Unterfamilie: Ploceinae
Gattung: Foudia
Art: Madagaskarweber (Foudia madagascariensis)

Madagaskarweber (Zoo Zürich)

Bei den Madagaskarwebern haben Männchen und Weibchen ein unterschiedliches Aussehen. Weibliche Tiere und Jungvögel haben ein schlichtes olivbraunes Federkleid, einen hornfarbenen Schnabel und ähneln einem Sperling. Männliche Vögel sind orange oder gelb mit olivbraunen Flügeldecken und Schwanzfedern. Zur Brutzeit werden sie leuchtend rot. Ihr Schnabel ist schwarz. Die Vögel werden ca. 12,5 Zentimeter lang und 14 bis 19 Gramm schwer. Weiterlesen

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Ausgestorbene Parasiten des Kakapo

Kakapo (Naturhistorisches Museum Wien)

Forschende der University of Adelaide, des neuseeländischen Instituts Manaaki Whenua-Landcare Research und der University of Auckland haben herausgefunden, dass mehr als 80 Prozent der Parasiten, die vor den 1990er Jahren in Kākāpō-Kotproben nachgewiesen wurden, in heutigen Populationen nicht mehr vorkommen.
Im Rahmen des Projekts wurden mittels alter DNA und mikroskopischer Verfahren Kotproben untersucht, die bis zu 1500 Jahre alt sind. Dabei zeigte sich, dass neun von 16 ursprünglichen Parasiten-Taxa bereits vor den 1990er Jahren – als der Bestand des gefährdeten Papageis unter umfassende Schutzmaßnahmen gestellt wurde – verschwunden waren; vier weitere gingen im Zeitraum danach verloren.
Das Aussterben eines Parasiten im Zuge des Aussterbens seines Wirts wird als sekundäres Aussterben oder Ko-Extinktion bezeichnet; dieser Prozess verläuft oft schneller als beim Wirtstier selbst. Beispiele findet man im Blog u. a. hier:
Ausgestorbene Wirbellose – Parasiten
Ausgestorbene Wirbellose – Noch mehr Parasiten Weiterlesen

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Sarah Diehl: Ins Tiefe Blau (Rezension)

Ein einzigartiger Blick auf verborgene Tiefen und unsere Beziehung zur natürlichen Welt
Was geschieht, wenn wir in eine Welt eintauchen, in der unser Körper plötzlich schwebt, Haie uns zum Spielen einladen und gesunkene Schiffe wie Unterwassermuseen vor uns erscheinen? 71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt und bilden ein vertrautes und doch fremdes Ökosystem, das uns körperlich, emotional und intellektuell herausfordert.
Sarah Diehl nimmt uns mit Ins tiefe Blau– von Seeungeheuern unserer Fantasie bis zu realen Gefahren und Wundern. Sie erzählt von ungeahnten Fähigkeiten, die wir unter Wasser entwickeln, wie Wale als „Rührstäbe“ Nährstoffe im Ozean verteilen und lehrt uns, wie wir uns an unheimlichen Orten zu Hause fühlen können. Zwischen Naturwissenschaft, Kulturgeschichte und Philosophie wurde das Tauchen selten so intensiv als Raum der Erkenntnis beschrieben. Dabei offenbart die Autorin tiefe Einsichten über die Zerbrechlichkeit, den Erfindungsreichtum und die Schönheit des Lebens – an Land und unter Wasser.
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Annette Marie: Alchemie und ein Amaretto (Rezension)

Als Barkeeperin in einer Gilde bin ich einiges gewohnt – exzentrische Magier, überhebliche Hexen, sogar der ein oder andere Dämon bringt mich nicht aus der Ruhe. Aber sobald es um Familie geht, bin ich raus. Und das gilt auch für fremde Familien. Warum ich also zugestimmt habe, mit Aaron über die Feiertage zu seinen Eltern zu fahren – den berühmten Leitern der Sinclair Academy –, ist mir ein Rätsel.
Kaum angekommen, wird klar: Etwas stimmt hier ganz und gar nicht. Schüler der Akademie werden angegriffen, aber niemand hat die Täter je gesehen. Unerklärliche Spuren führen in den dunklen Wald, es kursieren Gerüchte über verbotene Alchemie – und Ezra benimmt sich merkwürdiger als sonst.
Irgendetwas Böses regt sich im Schatten der Akademie. Und wenn wir nicht herausfinden, was es ist, wird dieses Weihnachten alles andere als fröhlich enden …
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TTT: 10 Autoren, von denen ich die meisten Bücher im Regal bzw. gelesen habe

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Der Blaubock … mal wieder

Der letzte Blaubock wurde 1799 oder 1800 geschossen, 16 Museumsexemplare sind erhalten und in vier Museen aufbewahrt: Stockholm (Naturhistoriska riksmuseet), Wien (Naturhistorisches Museum Wien), Leiden (Naturalis Biodiversity Center) und Paris (Muséum national d’histoire naturelle). In einer 2021 publizierten Studie wurde anhand genetischer Marker (mtDNA) nachgewiesen, dass von zehn der untersuchten Museumsexemplare nur vier tatsächlich zum Blaubock gehören, und zwar die beiden zu Lebendrekonstruktionen verarbeiteten Häute in Stockholm und Wien, ein Schädelfragment aus Leiden sowie ein Paar Hörner aus Uppsala (Evolutionsmuseet der Universität Uppsala). Als der Art zugehörig gelten ferner aufgrund früherer Untersuchungen die zu einer Lebendrekonstruktionen verarbeitete Haut aus Paris und die Haut eines erwachsenen Männchens aus Leiden (Naturalis).
Seit April 2026 gehört der Blaubock offiziell zum De-Extinction-Programm von Colossal Biosciences. Damit ist er nach Mammut, Beutelwolf, Dodo, Moa und dem Dire Wolf das sechste Projekt des Unternehmens. Und natürlich darf man die Ambitionen der Firma hinterfragen. Ob ihnen die De-Extinktion des Blaubocks (oder einer anderen Art) gelingen wird, bleibt fraglich und in meinen Augen auch ein fragwürdiges Ziel. Mit den Direwölfen hat es ja eher weniger geklappt. Weiterlesen

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Steckbrief: Tierpark Bad Liebenstein

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Zoopresseschau

Zoo Osnabrück 24.07.2026
Bretonische Zwergschafe im Zoo Osnabrück
Haarmann-Stiftung finanziert Anlage mit 40.000 Euro Vier Ouessantschafe, auch Bretonische Zwergschafe genannt, sind in den Zoo Osnabrück gezogen. Die kleinste europäische Schafsrasse soll in Zukunft in der Auenlandschaft leben – dank der Haarmann-Stiftung Natur und Umwelt, die den Bau der Schafsanlage mit 40.000 Euro finanziert. Knapp unter 50 Zentimeter Rückenhöhe, meist schwarze Wolle und ein zutraulicher Charakter: Mit Ouessantschafen ist die kleinste europäische Schafsrasse wieder am Schölerberg vertreten. Derzeit wird die Auenlandschaft fertig gestellt, bevor der Bau der Schafsanlage in der Landschaft beginnt. Ist diese fertig gestellt, ziehen die Huftiere dorthin. Aktuell können Besucher sie auf der ehemaligen Anlage der Kleinen Kudus nahe den Nashörnern entdecken. „Wir freuen uns sehr über diese spannende Tierart und danken der Haarmann-Stiftung Natur und Umwelt, die durch die Finanzierung der Anlage die Haltung der Schafe möglich macht“, so Zoogeschäftsführer Philipp Bruelheide. Die Schafsanlage soll an dem Hang in Richtung Orang-Utan Anlage entstehen, wo in der Vergangenheit der Besucherweg an den Seelöwen vorbeiführte. „Wir unterstützen den Zoo Osnabrück gerne, denn mit der Haltung von Ouessantschafen, mit denen die Besucher behutsam auf Tuchfühlung gehen dürfen, bringt er den Menschen Tiere auf besondere Weise wieder nahe“, erklärt Antonius Fahnemann, Vorstandsvorsitzender der Haarmann-Stiftung Natur und Umwelt. „Man muss Tiere kennen, um sie zu schützen – und wo kann man Menschen besser für den Natur- und Artenschutz sensibilisieren als im direkten Kontakt zu Tieren“, so Fahnemann. Ouessantschafe sind robust und meist zutraulich, werden teilweise sogar als Therapieschafe eingesetzt. „Diese Schafsrasse eignet sich hervorragend für mit Menschen, um mit Tieren in Berührung zu kommen – natürlich behutsam und nur, wenn die Schafe es auch zulassen“, erklärt Zoodirektor Tobias Klumpe. In der Auenlandschaft soll es einen eigenen Bereich für die Nähe zwischen Mensch und Tier geben, aber auch Rückzugsmöglichkeiten für die Zwergschafe. „Auch in der Zoopädagogik lassen sie sich perfekt als Beispiel für die Haustierwerdung von Tieren nutzen.“ Ouessantschafe sind auf der bretonischen Insel île de Ouessant beheimatet. Auf der praktisch baumlosen Insel mit rauen klimatischen Bedingungen haben die Schafe eine Anpassung durchlaufen, durch die sie klein und recht anspruchslos sind. Die vier Auen, also weiblichen Schafe, kamen vor etwa vier Wochen aus dem Wingster Waldzoo an den Schölerberg. „Da ihre Anlage noch entsteht, leben sie zwischenzeitlich auf der ehemaligen Anlage der Kleinen Kudus“, erklärt Klumpe. Bis dahin können Besucher sich bereits auf die Eröffnung der Auenlandschaft freuen: Ab dem 16. August wird sie für Besucher geöffnet sein. Weiterlesen

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