Ein paar Bemerkungen

Bei Abbildungen, die mit Hilfe von ChatGPT entstanden sind, besteht kein Anspruch auf Korrektheit. Es handelt sich um Rekonstruktionen, die Fehler enthalten können.

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

20.04.2026, Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie
Wie Vielzelligkeit auch ohne direkten Vorteil entstehen konnte
Eine theoretische Studie mit Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie zeigt, dass sich vielzelliges Leben unter bestimmten ökologischen Bedingungen auch dann etablieren kann, wenn das Leben im Zellverband zunächst keinen unmittelbaren Vorteil bietet.
Auf den Punkt:
• Die Studie zeigt in einem mathematischen Modell, dass sich Vielzelligkeit auch ohne direkte Vorteile gegenüber einzelligen Vorfahren entwickeln kann.
• Entscheidend sind dabei indirekte ökologische Effekte in räumlich heterogenen Umwelten – etwa das Entkommen aus Konkurrenz oder die bessere Nutzung ressourcenreicher Lebensräume.
• Je nach Bedingungen kann das im Modell entweder zur Verdrängung der ursprünglichen einzelligen Lebensweise oder zum Nebeneinander mehrerer Lebenszyklen führen.
Wie aus einzelligen Organismen vielzelliges Leben entstehen konnte, gehört zu den grundlegenden Fragen der Evolutionsbiologie. Lange galt es als naheliegend, dass frühe Zellverbände dafür einen direkten Vorteil gegenüber einzeln lebenden Zellen gehabt haben müssen. Doch dafür gibt es bislang keine klaren Hinweise.
Eine neue theoretische Studie mit Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie untersucht nun, ob sich Vielzelligkeit auch ohne einen solchen unmittelbaren Vorteil etablieren kann. Die Antwort lautet: ja – jedenfalls unter bestimmten ökologischen Bedingungen.
Die Forschenden entwickeln dafür ein mathematisches Modell, in dem eine seltene vielzellige Lebensweise mit einer häufigen einzelligen Vorfahrenform konkurriert. Beide bewegen sich zwischen zwei unterschiedlichen, miteinander verbundenen Umwelten. In diesem Rahmen kann sich Vielzelligkeit auch dann ausbreiten, wenn das Leben in der Gruppe lokal betrachtet zunächst nachteilig ist.
Das Modell beschreibt zwei mögliche Mechanismen. Im ersten Fall entgehen vielzellige Gruppen der Konkurrenz, weil sie sich in Bereiche verlagern, die von den einzelligen Vorfahren weniger stark genutzt werden. Im zweiten Fall profitieren sie davon, dass sie besonders ressourcenreiche Umwelten im Durchschnitt besser erschließen.
Der mögliche Vorteil liegt damit nicht zwingend im direkten Vergleich zwischen Einzelzelle und Zellgruppe am selben Ort. Er kann auch daraus entstehen, dass Gruppen anderen ökologischen Bedingungen ausgesetzt sind. Die Studie lenkt den Blick damit auf die Rolle der Umwelt bei der Entstehung evolutionärer Neuerungen.
Als Fallbeispiel übertragen die Forschenden ihren Ansatz auf den proterozoischen Ozean, also auf einen Abschnitt der Erdgeschichte, in dem mehrere vielzellige eukaryotische Linien entstanden sein dürften. Auch dort legt das Modell nahe, dass ökologische Konstellationen zur Etablierung früher vielzelliger Formen beigetragen haben könnten.
Die Arbeit liefert damit keine direkte historische Rekonstruktion, wohl aber einen theoretischen Rahmen für die Frage, unter welchen Bedingungen Vielzelligkeit entstehen konnte.
Originalpublikation:
Direct benefits are not necessary for the evolution of multicellularity (2026)
Daniel Jorge, Merlijn Staps, Yuriy Pichugin, Corina E. Tarnita
Nature Ecology & Evolution
10.1038/s41559-026-03044-y Weiterlesen

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Portrait: Tiefland-Weißlippen-Pfeiffrosch

Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Neobatrachia
Familie: Pfeiffrösche (Leptodactylidae)
Unterfamilie: Leptodactylinae
Gattung: Leptodactylus
Art: Tiefland-Weißlippen-Pfeiffrosch (Leptodactylus syphax)

Tiefland-Weißlippen-Pfeiffrosch (Tierpark Chemnitz)

Adulte Männchen des Tierfland-Weißlippen-Pfeiffroschs erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 58–83 mm, adulte Weibchen von 71–90 mm. Das Trommelfell ist deutlich ausgeprägt. Weder Rücken- noch Rückenfalten sind vorhanden; Seitenfalten fehlen ebenfalls oder sind stark unterbrochen. Die meisten Exemplare weisen einen drüsenbewachsenen Rücken mit einem undeutlichen, ziegelartigen Muster aus dunkleren und helleren Brauntönen auf. Ein heller Streifen auf der Oberlippe fehlt. Der Bauch ist leicht bis mäßig gefleckt und mit hellgrauen oder braunen Zeichnungen versehen.
Die Kaulquappen erreichen eine Gesamtlänge von 44 mm. Weiterlesen

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Portrait: Afrikanischer Quastenstachler

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Stachelschweinverwandte (Hystricomorpha)
Teilordnung: Hystricognathi
Familie: Stachelschweine (Hystricidae)
Gattung: Quastenstachler (Atherurus)
Art: Afrikanischer Quastenstachler (Atherurus africanus)

Afrikanischer Quastenstachler (Zoo Berlin)

Der Afrikanische Quastenstachler erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 34,5 bis 60,0 Zentimetern, die Schwanzlänge beträgt 10,0 bis 26,0 Zentimeter und das Gewicht liegt zwischen 1,5 und 4,6 Kilogramm. Der Hinterfuß wird 71 bis 73 Millimeter lang, die Ohrlänge beträgt 38 bis 39 Millimeter. Er ist damit für ein Nagetier vergleichsweise groß, innerhalb der Stachelschweine jedoch relativ klein mit einem länglichen Körper und vergleichsweise langem Schwanz und kurzen Beinen. Das Rückenfell ist dunkelbraun und mit dicken Stacheln bedeckt, die eine weiße Basis haben und zum Ende hin dunkler werden und an der scharfen Spitze dunkelbraun bis schwarz sind. Zwischen den Stacheln befinden sich dünne, borstige Haare. Auf der Bauchseite, den Beinen und am Kopf befinden sich weichere Stacheln. Die Länge der Stacheln unterscheidet sich je nach Körperregion, sie erreichen eine Länge von 20 Millimeter im Nacken, 25 bis 45 Millimeter an den Körperseiten und bis zu 90 Millimeter in der Rückenmitte.
Der Kopf der Tiere ist langgezogen und spärlich mit kurzen und borstigen dunklen Haaren bestanden, die Ohren sind schwarz gefärbt und fast unbehaart. Die Schnurrhaare sind lang und schwarz. Die Bauchseite ist schmutzig weiß bis blassbraun. Die Haare und Stacheln sind weicher als die der Rückenseite mit einer Länge von 10 bis 15 Millimeter. Die Vorder- und die Hinterfüße sind mit rauen, borstigen Haaren bedeckt. Sie haben jeweils fünf Zehen, die mit Ausnahmen des Daumens mit scharfen Klauen bestückt sind. Der Schwanz erreicht 25 bis 50 % der Kopf-Rumpf-Länge und ist damit im Vergleich zu dem größerer Stachelschweine relativ lang. Er besitzt eine kräftige Basis und wird zum Ende schmaler, dabei ist er vollständig mit kurzen schwarzen Stacheln besetzt. Am Schwanzende besitzen die Tiere eine Quaste aus abgeflachten und hohlen Stacheln, die mit Plättchen belegt sind und als Rassel genutzt werden. Diese Quaste kann leicht brechen und bei einzelnen Individuen auch fehlen. Die Weibchen haben zwei Paar seitlich angelegte Zitzen im Brustbereich. Weiterlesen

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Portrait: Edelpapageien

 

Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Altweltpapageien (Psittaculidae)
Unterfamilie: Psittaculinae
Gattung: Edelpapageien
Arten: Cornelia-Edelpapagei (Eclectus cornelia), Neuguinea-Edelpapagei (Eclectus polychloros), Riedel-Edelpapagei (Eclectus riedeli) , Molukken-Edelpapagei (Eclectus roratus)

Neuguinea-Edelpapagei (Zoo Augsburg)

Edelpapageien erreichen eine Körpergröße von etwa 35 Zentimetern und wiegen zwischen 440 und 620 Gramm.
Die Männchen haben ein grünes Gefieder. Der Scheitel und die Ohrdecken sind etwas bläulicher. Der Flügelbug, der Flügelrand und die großen Flügeldecken sind blau. Die äußeren Handschwingen sind blauschwarz. Die Außenfahnen der Handschwingen sind schmal purpurblau gesäumt. Die übrigen Schwungfedern sind purpurblau. Lediglich die Innenfahnen sind an der Basis grün. Die Unterflügeldecken, Flanken und der seitliche Bauch sind rot. Die Steuerfedern sind oberseits dunkelblau oder grün mit dunkelblauen Spitzen. Die Schwanzunterseite ist grauschwarz. Der Oberschnabel ist rötlich, während der Unterschnabel schwarz ist.
Das Weibchen hat dagegen ein überwiegend kräftig rotes Gefieder. Es ist auf dem Rücken, den Flügeldecken und den Schenkeln dunkler. Rund um das Auge verläuft ein feines Band. Sie weisen ein breites, violettblaues Nackenband auf. Auf dem Bauch verläuft ebenfalls ein breites, violettblaues Band. Der Flügelbug, der Flügelrand, die großen Flügeldecken sowie die Unterflügeldecken sind blau. Die äußeren Handschwingen sind blauschwarz. Die übrigen Schwungfedern sind purpurblau, wobei die Innenfahnen an ihrer Basis matt rot werden. Der Schwanz ist auf der Oberseite rot mit einer breiten orangeroten Spitze. Die Schwanzunterseite ist gelblich orange und endet mit einer breit orangeroten Spitze. Ihr Schnabel ist vollständig schwarz. Die Beine sind grau. Weiterlesen

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Die Pest und der Floh

Yersinia pestis im Fluoreszenz-Mikroskop mit Fluoreszenz-markiertem Antikörper gegen ein Kapsel-Antigen

Die Pest wird bei Mensch und Tier durch das Bakterium Yersinia pestis (früher unterteilt in Yersinia pestis orientalis, Yersinia pestis antiqua und Yersinia pestis medievalis) ausgelöst. Dieses Bakterium, eine Mutation des für den Menschen relativ ungefährlichen Bakteriums Yersinia pseudotuberculosis, ist sehr anpassungsfähig, und es werden sehr viele verschiedene Varianten beschrieben. Die krankmachenden Eigenschaften von Yersinia pestis entstehen durch Ektotoxin-, Endotoxin- und Bakterienkapselbildung. (siehe auch hier) Weiterlesen

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TTT: Wunschlisten-Special

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Marc Elsberg: Eden – Wenn das Sterben beginnt (Rezension)

Frühjahr: In der Karibik attackiert ein Riesenkalmar vor den Augen entsetzter Touristen einen Walhai. In der Bucht von Triest treiben Schwärme toter Fische. Im Amazonas verdorrt der Boden. Lokale Einzelphänomene der Natur – so scheint es. Doch weltweit beginnt etwas zu kippen …
Als das neue KI-Programm des IT-Experten Piero Manzano Alarm schlägt, ist die Prognose eindeutig: Binnen Monaten droht eine globale Megakrise. Gemeinsam mit dem reichweitenstarken Influencer Linus Strand und der jungen Meeresbiologin Sarah Keller macht Piero die Warnung öffentlich – und sie alle damit zur Zielscheibe. Mächtige Gegenspieler tun alles, um sie zum Schweigen zu bringen, während sich am Horizont ein Sturm zusammenbraut …
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Nicola Förg: Landwissen (Rezension)

Warum Kühe nicht auf Instagram wollen …
Mit Haus- und Nutztieren, aber auch Wildtieren kennt Nicola Förg sich aus. Als Gastgeberin im Voralpenland erlebt sie, was Gäste und Einheimische nicht (mehr) wissen. Ihr Buch ist ein leidenschaftlicher Appell, sich in der Natur mit Respekt zu bewegen – mit Blick auf die Abläufe und Traditionen, denen das landwirtschaftliche Jahr folgt. Und auf die Alpenfauna, denn hoch spezialisierte Arten haben immer weniger Lebensraum. Sie weiß, weshalb man Tiere hinterm Zaun nicht füttern soll, warum Almwiesen so wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt sind und dass auch der folgsamste Hund in der Brut- und Setzzeit angeleint gehört. Sie erläutert den Kreislauf der Milch, was die »Wald-WG« ausmacht, und dass auf den Wegen zu bleiben wirklich smart ist.
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Maisie Chan: Tiger Warrior 1 – Der Angriff des Drachenkönigs (Rezension)

Jack ist der neue Tigerkrieger und muss das Jadekönigreich beschützen. Doch er ist nicht allein: An seiner Seite stehen die Tiere der chinesischen Sternzeichen.
Jack landet vollkommen unvorbereitet als der neue Tigerkrieger im Jadekönigreich. Eigentlich sollte es dort friedlich sein, doch der Jadekaiser ist verschwunden und der böse Drachenkönig hat die Macht an sich gerissen. Gemeinsam mit Prinzessin Li, in der ebenfalls magische Fähigkeiten schlummern, setzt er alles daran, das Königreich zu retten. Aber wie besiegt man einen Drachenkönig, wenn man nicht einmal weiß, wie man seine Kräfte richtig einsetzt?
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Pauline Pinson/Magali Le Huche: Popofisch (Rezension)

Ein Popo zum Verlieben
»Ein Fisch, der aussieht wie ein Popo – sieht auch ein bisschen aus wie ein Herz. Aber um das herauszufinden, musst du die Welt von einer neuen Seite betrachten!«
Popofisch hat einen Kopf, der aussieht wie ein … Popo. Das sagen alle zu ihm und machen sich lustig. Und Popofisch lacht mit. Aber tief im Inneren möchte er lieber ein ganz normaler Fisch sein. Müde davon, den Clown zu spielen, beschließt er, hinunter in die Tiefsee zu schwimmen, wo er Käsefisch trifft. Der sieht sogar noch seltsamer aus, ist aber wahnsinnig witzig und ziemlich wunderbar. Erst da versteht Popofisch: Wer anders ist, ist oft besonders schön. Und manchmal sieht ein Popo auch wie ein Herz aus.
Eine Ode an das Anderssein, einzigartige Schönheit und die Freundschaft.
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